Bessere Alternative zu Ladesäulen

Der Ausbau von Ladesäulen für Elektroautos hat allerorten Priorität. Es verwundert bei dem Bemühen um mehr Lademöglichkeiten, dass eine bereits früher benannte Alternative zu Ladestationen nicht aufgegriffen wird.
Denn auch wenn an fast jeder Ecke eine Lademöglichkeit bestünde, blieben zwei entscheidende Nachteile:
Ladestationen benötigen Parkraum und verringern damit den öffentlichen Raum. Und noch bedeutsamer, es bleibt beim Nachteil elektrisch betriebener Fahrzeuge, dass sie nicht durchgehend benutzt werden können, sondern eine Pause zum Aufladen benötigen. Damit kann man e-Auto kaum für längere Strecken nutzen.
Beides ließe sich beseitigen, wenn nicht jeder Autohersteller nach eigenem Geschmack Batterien verbauen würde, sondern wenn eine EU-weite Norm dies regeln würde. Nötig ist eine Norm für Autobatterien bezüglich Größe, Form, Anschlußkontakte, Transportgriff und einem Display mit Anzeige von Ladezyklen und Besitzer. Dann ist nötig eine zweite Norm für PKWs bzgl. eines leicht möglichen Batteriewechsels. Das würde den Tankstellen mit ihrem weitverzweigten Netz eine neue zukunftssichere Aufgabe bescheren. Der Tankwart tauscht eine leer gefahrene Batterie mit wenigen Handgriffen mit einer voll geladenen und bekommt dafür eine Gebühr. Und schon kann das Fahrzeug ohne längeren Stillstand weiterfahren.
Also Fahrzeugbatterien werden nicht gekauft, sondern aufgeladen ausgeliehen. Die Wechsel-Gebühr an der Tankstelle teilt sich auf in einen Teil für die Ladestromkosten, einen Teil für den Batteriebesitzer, der eine Reamortisation+Gewinn während der maximal möglichen Ladezyklen braucht und in einen Servicelohn für den Tankstellenbetreiber. Das Batteriedisplay zeigt die geleisteten Ladezyklen an. Beim Ende der Nutzungsmöglichkeit geht eine alte Batterie zum Recyceln zurück an den Besitzer/Hersteller. Jede Firma kann genormte Batterien in den Verkehr bringen und bekommt das Entgelt über die elektronische Erfassung und Verwaltung. Ein Geschäft für viele und ein immenser Vorteil für die Fahrerin von Elektroautos, weil nun eine Planung wegen der Batteriereichweite entfällt.
Der Zeitpunkt des Inkrafttretens solcher Normen muss den Zeitbedarf für die Umstellung der Produktion von Batterien und der neuen Automodelle berücksichtigen. Der EU-Automarkt ist so groß, dass auch amerikanische oder asiatische Hersteller die Norm übernehmen werden. EIne Parallele ist die Übernahme amerikanischer Vorgaben in europäische Autos.
Daneben muss man auch eine weitere Normung für einen alternativen Energieträger schaffen, nämlich für das Tanken von Wasserstoff.

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huscholz
5 Monate zuvor

Reden wir von PKWs. Für den Batteriewechsel spräche die Reichweitenverlängerung bei nur 3-Minuten-Fahrtunterbrechung für den Austausch. Technische Probleme wegen Batteriearten, -größe. -zyklen usw. sind behebbar. Die Ersparnisse beim Tankstellendienst gegenüber Ladesäuleninvestition und Platzverschwendung heben sich auf wegen der Bevorratung von Batterien bei Tankstellen in der Anzahl von PKW mal 10 oder vielleicht mal 30 und anderem. Die Zeitersparnisse bei weiten Fahrten sind dagegen schädlich für die Verkehrswende.
Reden wir über LKWs, dann kommen wir zwangsweise auf Wasserstoff und Brennstoffzelle.
Reden wir über kleine Fahrzeuge, Roller usw. Der Batteriewechsel wird in Berlin erfolgreich bei http://www.swobee.de praktiziert, u.a. bei Aral in der Holzmarktstraße.
Reden wir über elektrische Energie. Die soll von kleinen Prosumer-Genossenschaften bereit gestellt werden, die möglichst autark über erneuerbare Energien verfügen. Die haben auch die Wallboxen für die in der Regel 23 von 24 Stunden rumstehenden E-Autos.

huscholz
4 Monate zuvor

Der chinesische Hersteller Nio wird sein SUV ES8 ab nächstes Jahr im Land der höchsten E-Autodichte Norwegen mit Wechselakkus anbieten. Der Bericht davon bei Golem wird kontrovers unter “Wechselsystemen gehört die Zukuft” diskutiert.

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