Jetzt Großreinemachen bei Corona

Nach 2 Jahren Erfahrung mit verschiedenen Corona-Mutationen wird es Zeit, sich von nicht zielführenden Maßnahmen zu verabschieden. Leider halten unsere Entscheider an manchem fest, das nicht zum Seuchenhemmen geeignet ist.

Jüngstes Beispiel ist die 3G-Regel in Brandenburg und Berlin jetzt in der Übergangsphase. Mittlerweile ist es nachgewiesen, dass Omikron unterschiedslos übertragen wird, ob von Ungeimpften oder von 3fach-Geimpften. Alle geben das Virus gleich weiter. Von daher ist es sachlich nicht gerechtfertigt, Geimpften den Schnelltest zu erlassen, der von Ungeimpften eingefordert wird. (Berlin realisiert das, beim wieder möglichen Partyleben wird auch von Geimpften der Schnelltest gefordert (2Gplus).)

Aus dem selben Grund ist eine Impfpflicht im Gesundheitswesen nutzlos. Die Begründung lautet, vulnerable Gruppen sollen nicht der Infektionsgefahr durch Ungeimpfte ausgesetzt werden. Nun zeigt sich aber, die Gefahr ist bei Kontakt mit Geimpften gleich. Die fünf Monate Impfpflicht in Frankreich haben dementsprechend auch keinerlei Effekt auf die Zahl der Neuinfektionen gezeigt. Trotzdem bleibt es beim entsprechenden Gesetz.

Hier eine Liste von Maßnahmen, die keinen Effekt auf die Verbreitung von Corona haben (Corona wird über Aerosole weitergegeben):

  • Geimpfte anders zu behandeln als Ungeimpfte (siehe oben)
  • Tische und Stühle, Sessel in der Gastronomie zu desinfizieren
  • Vereinssport im Freien zu untersagen
  • Schreibutensilien/Kugelschreiber zu unterteilen in benutzt und unbenutzt, die benutzten zu desinfizieren
  • Geselligkeiten in Räumen einzuschränken,in denen die Raumluft ständig erneuert wird (Absauganlagen,aufgeblasene Traglufthallen, große Räume wie Kirchen, Opernhäuser und Theater)
  • Handdesinfektionen
  • Ladenschließungen (Kleider- oder Fernseherkauf birgt kein größeres Risiko als Brotkauf)
  • das massenhafte Schnelltesten auf Staatskosten bei Gesunden statt nur bei Kranken
  • Beenden des Kumulierens bei den Coronazahlen. Bei Grippe zählen wir auch nicht, wieviele in den letzten 5 Jahren zu Schaden gekommen sind. Jährliches Zählen bei bei Verkehrstoten, Krebserkrankungen und anderen Statistiken
  • Von Bundesland zu Bundesland gibt es unterschiedliche merkwürdige Auflagen. Schreiben Sie mir, welche Unsinnigkeiten Ihnen aufgefallen sind

Manches wurde bereits in der ersten Welle gleich als überzogen erkannt, z.B. das Absperren von Kinderspielplätzen im Winter. Generell fällt aber im internationalen Vergleich auf, dass Deutschland mit seinen rigiden (und teuren, den Staatssäckel sehr belastenden) Maßnahmen nicht besser durch die Pandemie gekommen ist als Länder mit milderern Auflagen. Hier wird hoffentlich gelernt und deshalb überschießendes Handeln künftig vermieden.

Nicht untersucht ist, ob durch das ständige Drohen und Angstmachen als Leitmaßnahme bei Politik und Medien die psychischen Schäden bei uns nicht größer sind als anderswo.

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Lukas
6 Monate zuvor

Danke für die interessanten Denkanstösse!

Lorenz
2 Monate zuvor

Vielen Dank für die bedenkenswerten Impulse.

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